Freital-Königstein in 75 Minuten, Königstein-Freital in 585 Minuten. Hin mit dem Zug, zurück über 48,1 Kilometer und 1120 Höhenmeter zu Fuß.
Am 27.März trafen sich wieder einige „Verrückte“ um 5.50 Uhr zum Start des Abenteuer-Langstreckenwanderns. Der Abschnitt mit dem Zug nach Königstein war schnell bewältigt und wir starteten wie geplant unseren Wandermarathon pünktlich um 7.10 Uhr in Königstein. Zur Erwärmung gab es erstmal ein paar Meter Anstieg bis unterhalb der Festung. Jetzt waren alle wach und unser Projekt konnte nun richtig beginnen. Die Streckenführung ging über Leupoldshain-Langhennersdorf-Berggieshübel-Borna-Biensdorf-Mühlbach-Maxen-Kreischa-Possendorf.
Auf der Hälfte der Strecke wartete die traditionelle Mittagsverpflegung an der Feuerwehr in Mühlbach. Was, erst die Hälfte? Der restliche Weg ins Ziel mit über 20 Kilometern hört sich immer noch sehr weit an. Jetzt noch mal ein richtig böser Anstieg nach Maxen. Ab da kennen sich die Sportler aus. Man kommt endlich in heimische Gefilde. Die Frage in Kreischa nach der Nutzung der direkten Busverbindung Richtung Freital wurde kategorisch und rigoros verneint. Ab jetzt zog sich unsere Wandergruppe doch ganz schön auseinander, sodass von den immer noch schnellen Leuten öfter Pausen eingelegt werden mussten. Noch vor 17 Uhr wurde das Ziel an der Schule erreicht. Die Leistung, der Sieg über den Kopf, der schon lange zuvor nicht mehr wollte, eine Cola und ein kleines Finishergeschenk entschädigten für die Wanderleistung am Limit. Im Ziel dann: „Nie wieder“ – Tage später: „Wann geht’s wieder los?“
Also dann bis zum 6. Wandermarathon im Frühjahr 2027.