Produktives Lernen

Charakteristik des Bildungsgangs

Das Produktive Lernen verfolgt das übergeordnete Ziel, die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss zu senken und abschlussgefährdete Jugendliche zu einem dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Abschluss zu führen. Im Einzelnen sollen die Schülerinnen und Schüler

  • mindestens den Hauptschulabschluss, im günstigen Fall den qualifizierenden Hauptschulabschluss erreichen,
  • durch die Verbindung von schulischem Lernen und praktischer Tätigkeit in Betrieben neue Lernmotivation aufbauen,
  • eine tragfähige berufliche Orientierung und Anschlussperspektive (Ausbildung, weiterführende schulische Wege) entwickeln,
  • ihre personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen in realen Tätigkeitsfeldern stärken.

Die pädagogische Grundidee besteht darin, Lernen unmittelbar an lebensweltlich und beruflich bedeutsame Tätigkeiten zu binden und dadurch Schülerinnen und Schülern mit erheblichen Lernschwierigkeiten einen erfolgreichen Bildungsweg zu eröffnen.

Adressaten sind abschlussgefährdete Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 und 8 der Oberschule, die einer besonderen Förderung bedürfen, um einen dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Abschluss erreichen zu können.

Darüber hinaus richtet sich das Angebot gezielt an Jugendliche, die praxisbezogen und berufsorientiert lernen wollen sowie an diejenigen, die individuell und in kleineren Gruppen besser lernen können. Die Lerngruppen umfassen in der Regel etwa 20 Schülerinnen und Schüler.

Die Aufnahmevoraussetzungen ergeben sich aus der SOOSA:

  • Schulischer Stand: Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler, welche die Klassenstufe 7 des Hauptschulbildungsganges absolviert haben. Das gilt auch für Schüler, die nach den allgemeinen Bestimmungen nicht in die Klassenstufe 8 versetzt würden.
  • Freiwilligkeit und Elternzustimmung: Die Teilnahme am Produktiven Lernen ist freiwillig und erfordert die Zustimmung der Eltern.
  • Schulwechsler: Die Aufnahme in den besonderen Bildungsweg können auch Schüler beantragen, die bisher eine andere Oberschule besucht haben.
  • Eignungsprüfung: Die Eignung des Bildungsangebotes für die Schüler wird durch ein Aufnahmeverfahren geprüft.

Das freiwillige Aufnahmeverfahren prüft die Eignung des Angebots für die einzelne Schülerin bzw. den einzelnen Schüler. Bestandteile sind eine Informationsveranstaltung über das Produktive Lernen, eine schriftliche Bewerbung in Form des Bewerbungsformulars (Download- Bereich), ein persönliches Aufnahmegespräch sowie das Durchlaufen einer sechswöchigen Orientierungsphase zu Beginn der Klassenstufe 8.

Der zweijährige Bildungsgang ist in Trimester gegliedert – drei Etappen pro Schuljahr. Kennzeichnend ist der Wechsel zwischen Schule und Praxis: Die Schülerinnen und Schüler lernen an zwei Tagen in der Woche in der Schule und an drei Tagen in einem Unternehmen.

Die Praxisplätze wechseln etappenweise – in jedem Trimester ein anderer Betrieb, also insgesamt sechs verschiedene Betriebe. Als Lernorte kommen Unternehmen, Verwaltungen, Vereine sowie soziale und kulturelle Einrichtungen in Betracht.

Die Stundentafel ist gegenüber dem Regelbildungsgang verändert. Unterrichtsfächer sind Mathematik, Deutsch, Englisch, Kommunikation und Präsentation. Das Lernen in der Praxis ist integraler Bestandteil und wird ebenfalls bewertet.

Am Ende der Klassenstufe 9 steht der Erwerb des (qualifizierenden) Hauptschulabschlusses. Der Bildungsgang ist konsequent auf den Übergang in Ausbildung ausgerichtet; die im Produktiven Lernen absolvierten Praxisplätze dienen vielen Jugendlichen als Brücke in einen dualen Ausbildungsplatz.

Aktuelles

Aktuell findet das Aufnahmeverfahren statt.
Wenn du dich noch nicht angemeldet hast, dann wäre jetzt noch die Möglichkeit.

Ansprech­partner/ Kontakt

Klasse 8 (Start: 08/2026)

Herr Lasche
Herr Krauße

Klasse 9

Frau Pötzschke
Herr Zönnchen

Anschrift

Dresdner Str. 303, 01705 Freital

Telefon

0351/ 85073994

E-Mail schreiben

produktiveslernen-oslessing@freital.com

+49 351 6491022
sekretariat-oslessing@freital.com